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29. Mai 2011

PLE – PWP – PAUL #opco11

Der OpenCourse 2011 beschäftigt sich mit der “Zukunft des Lernens”. Diese Woche ging es um “Personal Learning Environment” = PLE. Die Betrachtung einer persönlichen Lernumgebung passt sehr gut für Studenten, Schüler und alle, deren Aufgabenbereich die Aus- oder Weiterbildung ist. Aber dabei kommt dem Bereich “Arbeit” zu wenig Beachtung zu. Reift doch gerade in Unternehmen die Erkenntnis, dass interne Strukturen aufgebrochen werden müssen, um mehr Raum für eine bessere Kommunikation und zu produktiverem Arbeiten zu bekommen (–> Einführung von Social Network Services und Hinführung zu Enterprise 2.0). Der PWP =”Personalized WorkPlace” betrachtet die Arbeitsumgebung.

Am zukünftigen Arbeitsplatz werden Social Network Services das Intranet übernehmen und persönlichen Werkzeuge (PPT = Personal Productivity Tools) ermöglichen Kommunikation und vernetztes Arbeiten.

Eine “Persönliche Arbeits- Und Lernumgebung” = PAUL vereint beide Bereiche. Im Zuge des lebenslangem Lernen, der anerkannten Bedeutung des informellen Lernens und der Verschmelzung von Arbeit und Lernen ist es notwendig beides zu verzahnen (siehe auch “Working Smarter“).

Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeiter?

Aktuelle Zahlen gehen von 18 Mio deutschen Facebook-Nutzern aus und ca. 500.000 aktiven Twitterern (Quelle). Doch ein Facebook-Account ist kein Anhaltspunkt für Kompetenzen, die für eine professionelle Nutzung der Social Network Services und eine produktive Online-Zusammenarbeit benötigt werden.

Suchen, Recherchieren, Beobachten

  • Suchstrategien entwickeln
  • Relevanz der Informationsquellen beurteilen können
  • Informationsmanagement zur Bewältigung der eingehenden Informationsströme
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Daten und Informationen speichern, verwalten und wiederfinden, teilen

  • Effizient mit Tags arbeiten können
  • Bookmarks und Listen einsetzen
  • Ablagestrukturen jenseits von Ordnern entwickeln

Kommunizieren

  • Kommunikative Kompetenz: konstruktiv, effektiv und bewusst zu kommunizieren
  • Konstruktives Feedback geben
  • Kommunikation mit verschiedenen Medien aufbauen und führen
    • Messaging und Microblogging
    • Synchrone Kommunikationstools und deren Einsatz beherrschen

Vernetzen

  • Netikette beherrschen
  • Erkennen, wer mein gegenüber ist
  • Eigene Reputation aufbauen

Erstellen, Präsentieren und Teilen

  • Inhalte formulieren und zur Publikation aufbereiten
  • Wissen wo was veröffentlichen
  • Nutzungsrechten kennen anwenden

Kollaboration

  • Teamfähigkeit: Bereitschaft und Fähigkeit, produktiv und konstruktiv mit anderen Menschen in Gruppen zu interagieren
29. April 2011

Paul + Social Media

Paul + Social Media

Paul + Social Media

14. Dezember 2010

Social Media im Training

Bereits seit vielen Jahren gehört ein Online-Workshop, der den Einsatz von Web2.0-Tools im Training aufzeigt, zum Angebot. Dieser Workshop wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist eigentlich immer anders. Für 2011 war eine umfassende Neukonzeption fällig. In Kürze:

  • Im Workshop werden 5 Arbeitsfelder behandelt (basierend auf PAUL und der Analyse von Forester (Forester Ladder):
    • Informationen
    • Menschen
    • Inhalte
    • Kollaboration
    • Persönliche Arbeitstechniken und Werkzeuge
  • Dauer: 5 Wochen
  • 3 Live-Online-Sessions + Arbeiten via Mixxt und anderen Tools
  • Kosten: 465,00 €

Details gibt es hier
Start des ersten Workshops: 14.03.2011.
Der Marketing-Aspekt der Social Media wird gestreift, ist nicht Inhalt dieses Workshops.

Auch die Termine der anderen Kurse und Workshops für 2011 stehen fest!

7. November 2010

Von Training zu “Working Smarter”

In Ihrem kontinuierlich aktualisiertem Beitrag “The State of Workplace Learning Today” beschreibt Jane Hart die Veränderungen der Weiterbildungsmethoden und stellt die Anforderungen der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt dar. Die Methoden und Werkzeuge in der Weiterbildung haben sich in den letzten Jahren stark verändert (wie auch die der Arbeits- und Lebenswelt).

Stufe 1: Traditionelles Präsenztraining (Classroom Training)
ist auch heute noch in vielen Bereichen die einzig angewendete Methode (Vortrag mit Overheadprojektor)

Stufe 2: eLearning
WebBasedTrainings (Selbstlernen mit Lernmodulen), LMS zur Verwaltung von Lernern, Kursen und Ergebnissen, Kollaboration über Foren, Wikis (z. B. in Moodle), in bestimmten Bereichen wird auch diese Form weiterhin zum Einsatz kommen.

Stufe 3:Blended Learning
(das was eigentlich meistens schon gemacht wurde) die Mischform aus Präsenztraining und eLearning.

Stufe 4: “Social Training”
Online-Kurse (in PUSH-Manier) mit Integration der Social Media, z. B. Nutzung einer Community-Plattform als Lernumgebung, Blogs zur Reflektion, Microblogging (Twitter) zur schnellen Kommunikation.

All diese Formen basieren auf dem traditionellen Ansatz des formellen und nicht-formellen Lernens

  • Lerninhalte werden in Curricula vorgegeben
  • Lernfortschritte werden überwacht und aufgezeichnet

In der Praxis ist es allerdings so, dass wir 70 – 80% dessen was wir Lernen auf informellem Weg, also außerhalb von organisierten Weiterbildungsmaßnahmen lernen. Um zu einer effizienten kontinuierlichen Weiterbildung am Arbeitsplatz zu kommen, ist es naheliegend die Ressourcen des informellen Lernens zu nutzen. Der wichtige Aspekt beim informellen lernen ist, dass es nutzergesteuert ist. Daher ist es unsinnig über ein Integration des informellen Lernens in formelle Weiterbildungen zu reden.

Der Einsatz von Social Media Tools bietet dagegen eine Chance individuelles Lernen zu unterstützen und zu fördern. “Working Smarter” beschreibt genau worum es geht: ” Companies don’t want learning – they want things done!

Dazu braucht es aber auch die passenden Rahmenbedingungen:

  • Die Unternehmenskultur muss den Mitarbeitern Autonomie zum Lernen erlauben und einen offenen Dialog fördern (–> Enterprise 2.0)
  • Am Arbeitsplatz müssen die notwendigen technischen Strukturen geschaffen werden (–> Social Media im Unternehmen)
  • Aus Trainern müssen Lernbefähiger  (?) werden, die
  • Mitarbeitern die notwendigen Kompetenzen zu “Working Smarter” vermitteln können

Modell zur Qualifikation von “Lernbefähigern”

19. Oktober 2010

Social Learning

Allgemein betrachtet ist “Social Learning” nichts Besonderes: Social Learning ist Lernen, das ausschließlich oder überwiegend in einer Gruppe passiert. Im Gegenteil, in der Gruppe zu lernen ist erfolgreicher, zielführender und angenehmer. Web 2.0 Anwendung im Online-Lernen einzusetzen wird schon seit langem erprobt und in der Praxis durchgeführt (Wikis, Blogs etc).

Definition von Social Learning (Marc J. Rosenberg):

“Learning that happens exclusively or primarily in a social group; in e-Learning discussions, it refers to collaborative learning mediated through social software (such as Twitter, LinkedIn, FaceBook, and similar Web 2.0 applications). “

Der aktuelle Hype um Social Learning geht einen entscheidenden Schritt weiter. Es werden die Social Media-Anwendungen, die am Arbeitsplatz und privat genutzt werden, auch zum Training und Lernen eingesetzt. Dies bedeutet eine Öffnung der starren LMS-Konzepte und ermöglicht die Kombination von informellem Lernen und dem Lernen in geschlossenen Umgebungen.

Diese Kombination führt dann aber auch wieder unweigerlich zu der Diskussion um die “Persönliche Arbeits- und Lernumgebung” –> PLENK2010

Marc J. Rosenberg beschreibt die 8 aus seiner Sicht wichtigen Eckpunkte für eine erfolgreiche Implementation.

https://www.learningsolutionsmag.com/articles/537/the-special-sauce-of-social-learning

“Social learning will fail if the culture does not support it. “

Ein Artikel von Harold Jarche zum gleichen Thema: http://www.jarche.com/2010/08/the-evolving-social-organization/

Passend dazu auch die Ausgabe 15 des WissenswertBlogCarnivals: Verlieren LMS im Web 2.0 an Bedeutung?

18. Mai 2010

Meine Top 3 Wissensmanagement-Instrumente

Nach der Umfrage von Jochen Robes zu den persönlichen Favoriten zu “Apps for Learning”, möchte Boris Jäger nun wissen “Welches sind Ihre Top 3 Wissensmanagement-Instrumente, die Ihnen Ihre tägliche Arbeit ungemein erleichtern?”
Eine Frage, die frau sich öfters mal stellen sollte. Manche Tools verwenden wir, weil wir daran gewöhnt sind, obwohl es inzwischen praktischere Anwendung gibt. Hier muss das eigenen Verhalten von Zeit zu zeit auf den Prüfstand.

Doch nun zur Beantwortung der Frage:
1. Zum Vorsortieren und Filtern der Informationen, besser der ausgewählten RSS-Feeds nutze ich mehrere Netvibes-Seiten: Seite 1 sammelt die allgemeinen Nachrichten von SPON, Süddeutscher, TAZ, FAZ und einigen wichtigen Blogs wie netzpolitik.org. Seite 2 sammelt die deutschsprachigen und Seite 3 die englischsprachigen Edu-Blogger. Xing-Foren werden separat gesammlt und und zum Schluss ein Sammelsurium für Sonstiges. Natürlich gibt es auch die öffentlichen Seiten zum Präsentieren.

2. Zum Archivieren: Mister-Wong – auch zum Wiederfinden natürlich :-)

3. Zum Kommunizieren: Twitter und WordPress

25. Juni 2009

Live-Online-Diskussion zu PAUL / PLEs am 2.7.

Alle, die an dem Thema “Persönliche Arbeits- und Lernumgebung” (kurz PAUL oder PLE genannt) sind, sind eingeladen zu einer Live Session zur Diskussion und Gedankenaustausch:

Wann: 02.07.2009 beginnend ab 16:00 Uhr
Wo: Hier (http:((www.dd-learn.de/vc – öffentliche Veranstaltungen)

Hinweis: der Raum ist ab 15:30 Uhr geöffnet (und diesmal funktioniert es gleich richtig smile)

Alles zu PAUL

14. Juni 2009

Twitter, PAUL und ich

carnivalWarum ich Twittere.

In 2007 habe ich irgendwann begonnen mit Twitter zu experimentieren. Im September 2007 kam der Aufruf von Martin Ebner, der Mitstreiter suchte, um mit ihm und Mandy Schiefner auf Jaiku im Channel elearn (der übrigens immer noch existiert) micro-zu-bloggen. Es fanden sich schnell eine Reihe Interessierter der Szene und der Channel lebte ca. 12 Monate. Da Twitter an Popularität gewonnen, auch irgendwann stabil lief und es viele zusätzliche Twitteranwendungen gab, zog es mich von Jaiku wieder zu Twitter (obwohl ich die direkte Kommentarfunktion immer noch vermisse).

Meine Twitter-Acounts
@lress = der “Geschäftliche”. Hier schreibe ich und verlinke ich auf nach meiner Meinung Interessantes aus der Online-Lernen-Szene. Diese Tweets werden zusammen mit meinen Mister-Wong-Bookmarks via Friendfeed auf der Webseite dargestellt. Immerhin ca. 100 Follower.

@nandorr = der “Private”. Da ich natürlich auch mal meine eigene Meinung kundtun möchte, oder auf Nicht-Online-Lernen-Themen antworten wollte musste ein zweiter Acount her. Dieser trägt den Namen des Familien-Katers. Nandor twittert wie und was er möchte.

@clot = der “Kursbegleiter”. Clot steht für Certified Live Online Trainer. Hiermit beschalle ich die TeilnehmerInnen von Seminaren. Dieser Twitter wird auch per RSS-Feed in dem Kursraum der Moodle-Plattform angezeigt und gibt den TeilnehmerInnen Tipps zum jeweiligen Thema.

Mein Twitter-Grund:
Per Twitter kann ich schnell Mitteilungen und Informationen zur Verfügung stellen, also die Präsentation meiner Ideen, Erkenntnisse und Fundstücke. Weiterhin lese ich natürlich die Tweets andere und habe damit einen superschnellen aktuellen Informationskanal. Tangiert wird auch die Kommunikation, wobei diese meist nur punktuell auftritt, aber in eine interessante Kommunikation in anderen Medien überleiten kann.

Meine Twitteranwendungen:
twitterfox: ein Plugin für den Firefox zum Lesen und Schreiben
http://twittermap.de: wenn ich mal sehr viel Zeit habe
http://twistory.net/ : zum Sammeln meiner Tweets in Outlook

paul

11. Mai 2009

PAUL – wer ist das?

Bloggen Sie? Twittern Sie? Haben Sie einen Account bei XING und/oder FaceBook oder Linkedin? Vielleicht auch ein eigenes Netzwert via Mixxt oder Ning? Leiten Sie einen Online-Workshop (oder nehmen an einem Teil) – über Moodle oder Ilias? Arbeiten Sie in einer Projektgruppe via SharePointServer? Veröffentlichen Sie Ihre Präsentationen auf Slideshare und Ihre Videos auf Youtube? Ihre Texte, Aufsätze oder Bücher stehen auf Issuu oder Calameo? Nutzen Sie Friendfeed zum Zusammenfassen der Meldungen und Mister-Wong zum veröffentlichen Ihre Favoriten oder fassen Sie alles auf Netvibes oder Pageflakes zusammen?

Die Liste lässt sich weiter fortschreiben und die Werkzeuge werden fast täglich mehr. Das bedeutet für mich, dass nicht nur der eingehende Informationsstrom einen Overflow erzeugen kann, auch die Verteilung meiner eigenen Informationen führt zu Stress. Unterschiedliche Dateiformate und erforderliche Plugins reduzieren nicht gerade den Aufwand, auch wenn alles so einfach scheint.
Eine persönliche Informations-, Kommunikations und Wissenastrategie ist erforderlich. Die aber flexibel sein muss, um schnell an Veränderungen in der Umgebung und neue Aufgabenstellungen angepasst werden zu können.

Freuen Sie sich nicht zu früh, ich habe auch kein Patentrezept. Aber vielleicht kann PAUL (= Persönliche Arbeits Und Lernplattform oder -strategie) helfen. In unserer Onlien-Session am 14.05.2009 (16:00 Uhr) können Sie zu dem Thema mitdiskutieren -Ich bin auf Ihre Ideen gespannt.
Hier gehts es zur Online-Session. IE, Firefox oder MAC mit Safari sollte funktionieren, hier können Sie die verbindung testen: http://centra75.live-place.de/SiteRoots/main/SystemCheck/SystemCheck.jhtml

18. Dezember 2008

Courses end; learnscapes persist.

Jay Cross beschwört in seinem Blogeintrag vom, 17.12. das Szenario des informellen Lernens und des selbstmotivierten Lernens. “Learnscapes” stellen im Unternehmen die notwendigen Mittel und Wege zur Vernetzung und Finden von Informationen zur Verfügung. Richtig, “The best learning is self-motivated”, aber es gibt nun mal genügend Sachzwänge, die ein Lernen erforderlich machen, ohne dass die Betroffenen in Begeisterungsstürme ausbrechen. Diese Situationen kommen in Unternehmen nach meinen Erfahrungen schon häufiger mal vor. Beispiele: Einführung neuer IT-Systeme, damit verbunden neuer Prozesse, Export in neue Länder: macht neue Fremdsprachen erforderlich usw. Bei allem Faible für informelles Lernen, da kann sich das Unternehmen nicht darauf verlassen, dass alle Betroffnen freudig erregt sich das Neue selbst miteinander erarbeiten – wäre das nicht auch zu unproduktiv?

Für mich sind die Learnscapes die Basis für Communities of Practice, für Informationsaustausch und sozialem Netzwerken im Unternehmen sowie ein Einstieg in den Wissensfundus. In dem Workshop auf der Online Educa in Berlin verglich Jay Cross die Lernformen wie folgt:
Formelles Lernen (Schule, Studium) ist der Schulbus – die gesamte Mannschaft wird von A nach B befördert.
Informelles Lernen ist das Mountainbike – jeder fährt wie er/sie will.
Learnscapes bieten nun bereitgestellte Vehikel, das die Mitarbeiter verwenden können: ein Taxi.