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7. November 2010

Von Training zu “Working Smarter”

In Ihrem kontinuierlich aktualisiertem Beitrag “The State of Workplace Learning Today” beschreibt Jane Hart die Veränderungen der Weiterbildungsmethoden und stellt die Anforderungen der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt dar. Die Methoden und Werkzeuge in der Weiterbildung haben sich in den letzten Jahren stark verändert (wie auch die der Arbeits- und Lebenswelt).

Stufe 1: Traditionelles Präsenztraining (Classroom Training)
ist auch heute noch in vielen Bereichen die einzig angewendete Methode (Vortrag mit Overheadprojektor)

Stufe 2: eLearning
WebBasedTrainings (Selbstlernen mit Lernmodulen), LMS zur Verwaltung von Lernern, Kursen und Ergebnissen, Kollaboration über Foren, Wikis (z. B. in Moodle), in bestimmten Bereichen wird auch diese Form weiterhin zum Einsatz kommen.

Stufe 3:Blended Learning
(das was eigentlich meistens schon gemacht wurde) die Mischform aus Präsenztraining und eLearning.

Stufe 4: “Social Training”
Online-Kurse (in PUSH-Manier) mit Integration der Social Media, z. B. Nutzung einer Community-Plattform als Lernumgebung, Blogs zur Reflektion, Microblogging (Twitter) zur schnellen Kommunikation.

All diese Formen basieren auf dem traditionellen Ansatz des formellen und nicht-formellen Lernens

  • Lerninhalte werden in Curricula vorgegeben
  • Lernfortschritte werden überwacht und aufgezeichnet

In der Praxis ist es allerdings so, dass wir 70 – 80% dessen was wir Lernen auf informellem Weg, also außerhalb von organisierten Weiterbildungsmaßnahmen lernen. Um zu einer effizienten kontinuierlichen Weiterbildung am Arbeitsplatz zu kommen, ist es naheliegend die Ressourcen des informellen Lernens zu nutzen. Der wichtige Aspekt beim informellen lernen ist, dass es nutzergesteuert ist. Daher ist es unsinnig über ein Integration des informellen Lernens in formelle Weiterbildungen zu reden.

Der Einsatz von Social Media Tools bietet dagegen eine Chance individuelles Lernen zu unterstützen und zu fördern. “Working Smarter” beschreibt genau worum es geht: ” Companies don’t want learning – they want things done!

Dazu braucht es aber auch die passenden Rahmenbedingungen:

  • Die Unternehmenskultur muss den Mitarbeitern Autonomie zum Lernen erlauben und einen offenen Dialog fördern (–> Enterprise 2.0)
  • Am Arbeitsplatz müssen die notwendigen technischen Strukturen geschaffen werden (–> Social Media im Unternehmen)
  • Aus Trainern müssen Lernbefähiger  (?) werden, die
  • Mitarbeitern die notwendigen Kompetenzen zu “Working Smarter” vermitteln können

Modell zur Qualifikation von “Lernbefähigern”

7. Juni 2010

Virtuelle Welten

Angeregt durch 2 SL-Sessions an denen ich neulich teilnahm und den WissensWert Blog Carnival “Wie entwickeln sich virtuelle Welten?” untersuche ich meine Second Life Erfahrungen und die daraus resultierende Einstellung.

Warum sträube ich mich gegen Second Life, wo es doch so anschauliche Beispiele gibt:

  • ein Rollenspiel zum Erlernen einer neuen Sprache
  • ein Brainstorming zur Entwicklung eines neuen Gerätes/Verfahrens
  • die Funktionsweise einer techn. Anlage erläutern
  • und vieles mehr (siehe auch den schönen Text von Andreas Mertens im Wissenswert-Blog)

Für diese und weitere Beispiele ist SL bei der richtigen Ausstattung (= der Gestaltung und der Programmierung der Umgebung) hervorragend geeignet. Vorausgesetzt, die Mitwirkenden sind mit SL vertraut, Teilnehmer und Referenten und Hilfskräfte. Vieles ergibt sich intuitiv, anderes ist gewöhnungsbedürftig oder muss richtig trainiert werden.

Ich nehme immer mal wieder an Veranstaltungen in SL teil und ich muss leider dazu sagen, dass mich noch nichts davon so richtig für SL begeistern konnte. Es mag ja ein netter Effekt sein, dass man von einer Lobby mit dem Fahrstuhl zum Meetingraum fahren kann, aber was ist der Vorteil davon?

Ich will damit ausdrücken, dass vieles in SL noch nicht zielführend genutzt wird. Je nach Thema, ist heute eine Session im VC effizienter als in SL, von Meetings mal ganz abgesehen.

Was stört mich bei SL:

  • die Avatre und ihre Namen. Es geschieht immer mal wieder, dass man eine aus dem realen Leben bekannte Person trifft. Was nun tun? spreche ich sie oder ihn mit dem Avatarnamen an? Ist höchst “komisch”. Spreche ich sie/ihn mit den richtigen Namen an, irritiert dies die anderen und diese fühlen sich ausgegrenzt. Blöde Situation!
  • die Avatare im allgemeinen. Neulich saß einer mit einem Surfbrett unterm Arm in der Reihe vor mir und versperrt mir den Blick auf die Leinwand – na ja, ich kann den Blickwinkel verändern oder mich woanders hinsetzen. Aber auf solche Situationen kann ich verzichten, die stören schon im realen Leben :-)
  • die schon im realen Leben langweiligen Bulletpoint-PowerPoint-Vorträge
  • ständig neue Updates

Aber das Alles kann ja geändert werden. Der Viewer 2.0 bietet schöne Möglichkeiten zur Nutzung des Internet, für Whiteboards etc. Das bedeutet nun aber auch, dass sich die Referenten bitte darauf einstellen müssen und die Interaktivität einbringen.

Es wäre schon einmal sehr interessant eine interaktive Session in SL zu konzipieren und durchzuführen. Ich denke darüber nach!

5. Oktober 2009

Sind Edu- oder BarCamps nur eine Modeerscheinung?

carnival
Die spontane erste Anwort war: Hoffentlich nicht!

Wenn ich mir die etablierten Konferenzen und Kongresse, die sich mit technologie gestütztem Lernen, Lehren und Trainieren beschäftigen (z. B. Learntec und Online-Educa), ansehe, dann bin ich immer wieder erstaunt, dass meist alles in so altbackener Form präsentiert wird. PowerPoint- oder Impress-Vorträge dominieren den Kongress.

Ja, wir brauchen neue Konferenzformen, genau so wie wir neue Formen des Lernens benötigen. Ja, wir werden aber auch die traditionellen Vorträge benötigen. Eine Konferenz kann sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzen:

  • Vortrag mit Fragen und Antworten (z. B. Präsentation neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse)
  • Impulsvortrag mit Diskussion (Neue Methoden werden mit Praktikern diskutiert)
  • Workshop mit praktischen Übungen (wie bereits schon häufig angeboten)
  • Barcamp mit Teilnehmerbeiträgen. Hiermit können Trends aufgespürt werden, neue Themen erarbeitet werden und die bisher stillen Zuhörer aktiviert werden.

Sicher muss aber auch bei aller Liebe zum Barcamp die Zielgruppe eines Kongresses berücksichtigt werden. Nicht Jede/r wird sich gleich mit der Form eines Barcamps anfreunden können, doch es gibt schon erste Ansätz für eine Lockerung des Konferenzprogramms Swiss eLearning Conference (SeLC) 2010, ein Beispiel, wie eine Konferenz gestaltet werden kann – auch wenn’s noch kein Barcamp ist.

Wie wäre es mit einem Barcamp auf der Learntec? Ich werde erst einmal am 24.10. auf dem Bildungscamp in Köln dabei sein.

Neueste Meldung:

14. Juni 2009

Twitter, PAUL und ich

carnivalWarum ich Twittere.

In 2007 habe ich irgendwann begonnen mit Twitter zu experimentieren. Im September 2007 kam der Aufruf von Martin Ebner, der Mitstreiter suchte, um mit ihm und Mandy Schiefner auf Jaiku im Channel elearn (der übrigens immer noch existiert) micro-zu-bloggen. Es fanden sich schnell eine Reihe Interessierter der Szene und der Channel lebte ca. 12 Monate. Da Twitter an Popularität gewonnen, auch irgendwann stabil lief und es viele zusätzliche Twitteranwendungen gab, zog es mich von Jaiku wieder zu Twitter (obwohl ich die direkte Kommentarfunktion immer noch vermisse).

Meine Twitter-Acounts
@lress = der “Geschäftliche”. Hier schreibe ich und verlinke ich auf nach meiner Meinung Interessantes aus der Online-Lernen-Szene. Diese Tweets werden zusammen mit meinen Mister-Wong-Bookmarks via Friendfeed auf der Webseite dargestellt. Immerhin ca. 100 Follower.

@nandorr = der “Private”. Da ich natürlich auch mal meine eigene Meinung kundtun möchte, oder auf Nicht-Online-Lernen-Themen antworten wollte musste ein zweiter Acount her. Dieser trägt den Namen des Familien-Katers. Nandor twittert wie und was er möchte.

@clot = der “Kursbegleiter”. Clot steht für Certified Live Online Trainer. Hiermit beschalle ich die TeilnehmerInnen von Seminaren. Dieser Twitter wird auch per RSS-Feed in dem Kursraum der Moodle-Plattform angezeigt und gibt den TeilnehmerInnen Tipps zum jeweiligen Thema.

Mein Twitter-Grund:
Per Twitter kann ich schnell Mitteilungen und Informationen zur Verfügung stellen, also die Präsentation meiner Ideen, Erkenntnisse und Fundstücke. Weiterhin lese ich natürlich die Tweets andere und habe damit einen superschnellen aktuellen Informationskanal. Tangiert wird auch die Kommunikation, wobei diese meist nur punktuell auftritt, aber in eine interessante Kommunikation in anderen Medien überleiten kann.

Meine Twitteranwendungen:
twitterfox: ein Plugin für den Firefox zum Lesen und Schreiben
http://twittermap.de: wenn ich mal sehr viel Zeit habe
http://twistory.net/ : zum Sammeln meiner Tweets in Outlook

paul

17. März 2009

Natives – Immigrants – Literates

Das Thema der gestrigen ORT-Session lautete “Enterprise 2.0 – Die Potenziale von Social Software für die Lernprozesse in Unternehmen” doch – es konnte nicht anders sein, irgendwann kam die Diskussion wieder auf die Digital Natives. Einig waren sich alle DiskussionsteilnehmerInnen, dass es falsch ist, den Titel auf eine ganze Generation auszudehnen, denn es ist längst bewiesen, dass nicht jeder der fließend SMSen kann und lustige Videos auf YouTube einstellt, produktiv mit den Werkzeugen des Web 1.0 + 2.0 umgehen kann. Doch irgendwie wissen alle, dass es schon einen Unterschied gibt, zwischen:

  • den “alten” Digital Natives, die seit den 80er Jahren durch alle Hochs und Tiefs der IT gegangen sind und immer noch alles ausprobieren,
  • denjenigen, die die Technik nutzen weil sie müssen, bei denen Twitter aber keine Begeisterungsstürmer hervorruft,
  • denjenigen, die von Kindesbeinen an Tastaturen und Internet gewöhnt sind und daher keine Scheu vor neuen Anwendungen haben
  • denjenigen, die zwar mit Handy + Playstation umgehen können, denen aber weitergehende Dinge unbekannt sind.

Es gibt aber auch noch diejenigen, die jung sind, denen sich neue Techniken quasi von selbst erschließen, die vernetzt sind und wissen was man damit alles anstellen kann. Dies sind für mich die Young Digital High Potentials. Das sind diejenigen, die den Top-Vertretern traditioneller Unternehmen über Zukunftsmodelle diskutieren .

Lassen wir die Digital Natives und Digital Immigrants in Zukunft weg und kommen zu den Digital Literates!
Hier einige Quellen zu diesem Thema:
Erste Veröffentlichung 2001 von Marc Prensky

http://www.blogpiloten.de/2008/10/16/digital-natives-uber-die-naiv-kompetenten-web-youngsters/

Ralf Schulmeister: Gibt es eine Net-Generation

http://www.holtzbrinck-elab.de/blog/digital-natives-weshalb-man-auf-sie-horen-sollte/

http://www.e-teaching.org/praxis/erfahrungsberichte/ebner_schiefner_web20

http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/node/4383 und viele weitere Kommentare

http://www.slideshare.net/Martin67/potentiale-des-net-generation-learning-presentation

http://www.slideshare.net/guest9200b6/net-generation-learning

http://edufuture.de/2008/10/17/participation-culture-statt-net-generation/

18. Dezember 2008

Courses end; learnscapes persist.

Jay Cross beschwört in seinem Blogeintrag vom, 17.12. das Szenario des informellen Lernens und des selbstmotivierten Lernens. “Learnscapes” stellen im Unternehmen die notwendigen Mittel und Wege zur Vernetzung und Finden von Informationen zur Verfügung. Richtig, “The best learning is self-motivated”, aber es gibt nun mal genügend Sachzwänge, die ein Lernen erforderlich machen, ohne dass die Betroffenen in Begeisterungsstürme ausbrechen. Diese Situationen kommen in Unternehmen nach meinen Erfahrungen schon häufiger mal vor. Beispiele: Einführung neuer IT-Systeme, damit verbunden neuer Prozesse, Export in neue Länder: macht neue Fremdsprachen erforderlich usw. Bei allem Faible für informelles Lernen, da kann sich das Unternehmen nicht darauf verlassen, dass alle Betroffnen freudig erregt sich das Neue selbst miteinander erarbeiten – wäre das nicht auch zu unproduktiv?

Für mich sind die Learnscapes die Basis für Communities of Practice, für Informationsaustausch und sozialem Netzwerken im Unternehmen sowie ein Einstieg in den Wissensfundus. In dem Workshop auf der Online Educa in Berlin verglich Jay Cross die Lernformen wie folgt:
Formelles Lernen (Schule, Studium) ist der Schulbus – die gesamte Mannschaft wird von A nach B befördert.
Informelles Lernen ist das Mountainbike – jeder fährt wie er/sie will.
Learnscapes bieten nun bereitgestellte Vehikel, das die Mitarbeiter verwenden können: ein Taxi.

5. Dezember 2008

Learnscape

Jay Cross verwendet den Begriff learnscape = „Garten zum Lernen“. Learnscape, das ist die Umgebung, in der der Einzelne mit verschiedenen Werkzeuge lernt und arbeitet, natürlich mit Fokus auf die Web2.0-Werkzeuge. Dahinter steht die Aussage: „Lernen ist Kommunikation und Kollaboration“ und „Lernen ist ein Prozess und kein Ereignis.“

Learnscape ist die Lernumgebung / Lernlandschaft, in welcher die Individuen selbstorganisiert lernen. Die Gärtner sind diejenigen, die die Werkzeuge bereitstellen, die Lerner betreuen, anleiten und motivieren und die Inhalte bereitstellen, bzw. die Wege und Beete in Schuss halten. Nach Jay Cross nur diejenigen, die die Umgebung bereitstellen, da er “learnscape” nur auf das informelle Lernen bezieht.

Wie passt nun PAUL zur Lernlandschaft?
Learnscape stellt den Blick aus Sicht der Organisation dar, PAUL ist die Sicht des Einzelnen.
Learnscape vs. PAUL
(weiterlesen…)

18. September 2008

Web 2.0: Wer macht denn nun wirklich schon mit?

In seinem Beitrag Delusion 2.0: forgetting the silent majority  (via www.weiterbildungsblog.de ) geht Lucas McDonnell auf die aktuelle Diskrepanz zwischen den Personen, die das Mitmach-Web nutzen, der Gruppe die zumindest mitliest und der dritten Gruppe, der ganz großen Gruppe, ein, an denen dieses Geschehen schlicht und ergreifend komplett vorbei geht:

“This is one of the biggest fallacies of the whole ‘2.0′ movement. While the Web 2.0 provides us with the opportunity to participate, we simply don’t all want to be participating. I believe there’s a silent majority that prefer to be consumers and not participators.”

Dies erinnert mich an die Zeit, in der PCs ihren Einzug in die Welt zu hielten. Meine Ex-Kollegen bei HP schwelgten (in damals) höheren Spähren, während ich Anfängern versuchte Textverarbeitung am PC beizubringen oder etwas später die Maus zu bedienen. So ist es heute mit Web2.0 und eLearning 2.0. Was das Netz der Experten tut (z. B. die Online-Konferenz http://evideook1.mixxt.de/ oder der “Massive Open Online Course” http://ltc.umanitoba.ca/connectivism/ von Stephen Downs und George Siemens), ist für die meisten Menschen heute noch unvorstellbar. Betrachten wir aber die rasante Entwicklung, so werden auch Dinge / Anwendungen aus dem heute “Web 2.0″ genannten Feld den Einzug ins tägliche Leben und damit auch in die Bildungslandschaft halten. Wobei die Bildungslandschaft sich doch recht schwer tut mit den Veränderungen :-) .

Ich schließe mich den Worten an: “We’re an increasingly fractured and diffuse audience — and we often don’t have the time or the attention span to participate. And if you’re reading this blog and have never left a comment, you just proved my point. :D

16. September 2008

Gehört der VC zur Web1.0-Generation oder zu den 2.0-Tools?

In der gestrigen Online-Session der eVideo Online-Konferenz  tauchte kurz diese Frage auf. Was denken Sie? Nehmen Sie doch einfach an der nebenstehenden Umfrage teil. 

Das Tool an sich – wie auch ein Wiki – kann zu Web 1.0 als auch zu Web 2.0 gehören. Die Nutzung alleine macht den Unterschied. Dies wurde auch bei Astrid Tietgens Vortrag deutlich. Ein Webcast ist eine ins Web verlagerte Präsenzveranstaltung. Eine Online-Session, bei der die TN aktiv mitarbeiten, eigene Inhalte einbringen kann zu Web 2.0 gerechnet werden. Das gilt auch für dein WIKI oder einen Blog. Ein Unternehmen, das einen Marketing-Blog führt, in welchem Nachrichten in etwas anderer Form präsentiert werden, ist noch lange keine Web 2.0-Unternehmen. Die gilt auch für den immer angeführten Podcast. Ein Podcast im Netz, den die Interessanten anhören, hat nicht mit Web 2.0 zu tun, ausser vielleicht die Technik der RSS-Feeds und den automatischen Download. Aber mit User generated Content unmd “Mitmach”-Web hat das noch nicht viel zu tun. 

Wie kann nun eine Live-Online-Session so gestaltet werden, dass die TN einbezogen werden und auch eigene Beiträge einbringen können – und dennoch Inhalte vermittelt werden können? Das beginnt schon vor der Session/dem Seminar:

  • Die TeilnehmerInnen reichen 1 Woche vor der Session eigene Beispiele ein (web 1.0-mäßig per Email oder Forum, web 2.0-mäßig per Wiki, Twitter oder Blog oder ganz einfach gemischt).
  • Einige Tage vor Beginn der Session/des Seminars wird ein Twitter zum Inhalt gestartet – macht natürlich etwas zusätzliche Arbeit :-)
  • In der Session gibt es keinen Vortrag sondern interaktive Übungen per Whiteboard, Chat, Application sharing etc.
  • Die eingereichten Beispiele der TeilnehmerInnen werden diskutiert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Damit sind wir schon fast im Web 2.0, oder?

15. September 2008

Will eLearning die?

Dies fragen Martin Ebner und Mandy Schiefner in Ihrem Artikel in Sammelband “E-Learning: 21st Century Issues and Challenges”, Hrsg. von Audrey R. Lipshitz und Steven P. Parsons, Nova Publishers.  Draft-Version . Und sie beantworten die Frage auch mit einem “Ja”. Wobei nicht die Sache an sich gemeint ist, sondern der Begriff.

Ein Teil der Erklärung hierzu ist der Fakt, dass mit der wachsenden Vermischung von allen möglichen Werkzeugen und Methoden des Online-Lernens mit Präsenzveranstaltungen, irgendwann eine Trennung nicht mehr notwendig sein muss, da eLearning als selbstverständlicher Teil eines Curriculums angesehen wird (The end of the “e” on a semantic aspect).

Der zweite Teil der Erklärung (The end of the “e” on a structural level) beginnt mit der Herausstellung der Aussage, dass dass eLearning nur die Nutzung eines WBTs über ein Lernmanagement beschreibt. Darüber sind wir allerdings schon seit einigen Jahren hinausgekommen. Unter eLearning versteht die Mehrzahl der Akteure so unterschiedliche Werkzeuge wie Virtual Classrooms (sysnchone Sessions), Foren, Blogs und Wiki und Methoden wie Selbstlernen und Gruppenarbeit (asynchron und synchron). In der Vertiefung der Aussage wird der wesentliche Teil dargelegt: Content von vielen Autoren/Lernern, in jederzeit nutzbaren kleinen Häpchen und durch einen Mix verschiedenster Tools und Platformen bereitgestellt. Es ist nicht wesentlich, welche Werkzeuge genutzt werden, sondern wie diese verwendet werden.

Dadurch werden an die Lehrenden neue Anforderungen gestellt: Wie plaziere ich die Inhalte, welche Medien werden verwendet, wie finde ich die aktuellen Inhalte. Hierzu wird eine wesentlich stärkere Medienkompetenz (Wissen über die Internetwerkzeuge, Beurteilung der Quellen etc) notwendig, als dies derzeit vorhanden ist.

Passend dazu gibt es eine Bauanleitung: “Bauanleitung für eine Web 2.0 Lernumgebung”:
<http://www.slideshare.net/joqel/web20-lernumgebung?type=powerpoint> (via KOMA medien & eleanring )