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Daten + Dokumentation GmbH - Online Lernen + Arbeiten

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5. Juli 2011

Mein erstes Webinar

Eigentlich sind synchrone Online-Veranstaltungen heute an der Tagesordnung: virtuelle Meetings und allen voran die Webinare und natürlich auch Live-Online-Seminare bzw. -Trainings (zur Begriffsdefinition). Doch die Fragen sind immer noch die gleichen:

  • “Ist da Draussen noch einer?”
  • Warum stellt keiner eine Frage per Mikrofon?
  • Wie vermeide ich einen Monolog?
  • Mit Webcam oder ohne?

Hier ein paar Tipps zur Planung und Durchführung:

  • Schreiben Sie ein detailliertes Drehbuch
    (minutiös, planen Sie Zeit für Strörungen ein, Planen Sie Inhalte ein, wenn keine Fragen oder Störungen auftreten,..)
  • Planen Sie alle 5 – 7- Minuten eine “Interaktion” mit den Teilnehmern
    (Ja/Nein-Abfrage, Umfrage/Abstimmung, Whiteboard, Frage zur Beantwortung im Chat oder per Audio, …)
  • Beherzigen Sie die Tipps zur Gestaltung von PowerPoint-Folien
    (zum Beispiel diese: www.karrierebibel.de/ )
  • Lesen Sie keine Folien vor !
  • Planen Sie den Einsatz der Webcam
  • Warten Sie nicht auf Fragen der Teilnehmer, arbeiten Sie mit “Fragen”, z. B. Entscheidungsfragen, Herausforderungsfragen, gute Tipps : http://www.rhetorik.ch/Fragen/Fragen.html
  • Arbeiten Sie mit Ihrer Stimme: Das ist es, was bei den Teilnehmern ankommt!
    (Betonung, Pausen, Ausdruck, … kurzum: Rhetorik!)

See You Online!

14. Februar 2011

Der “richtige” VC

Häufig werde ich gefragt, welches ist denn der optimale VC (= die beste Software für eine Live-Online-Session). Diese Frage kann nur mit Gegenfragen beantwortet werden, z. B.: Art der Session, Nutzungsintensität, VOIP oder Telefon, Flash erlaubt und und und… Kriterienlisten sind teilweise online zu finden, jedoch muss hier aufgepasst werden, dass die “richtige” Kriterienliste erwischt wird. Ein System, das für Online-Meetings (Projektsitzungen, Besprechungen etc.) das Richtige ist, ist meistens nur bedingt für Online-Trainings geeignet.

Die erste Frage sollte immer lauten:
- Welche Art von Online-Sessions soll’s denn sein (grobe Einteilung): WebcastWebinarLive-Online-TrainingOnline-Meeting.
Je nach Art der Session sind bestimmte Kriterien sehr wichtig, andere spielen keine oder nur eine kleine Rolle. Meine Kriterien sind in dieser Liste zusammengestellt.

Audio
Die Tonqualität ist immer von entscheidender Bedeutung. Ob auch eine Telefonkonferenz notwendig ist hängt von der Zielgruppe ab. Bei einem Webcast würde ich immer eine Telefonkonferenz zusätzlich zu VOIP anbieten, da nicht alle über ein Headset verfügen. Für Meetings kann leichter auf die Telefonkonferenz verzichtet werden, da für bekannte Teilnehmer ein Headset leichter zu organisieren ist (auf der anderen Seite sind Telefonkonferenzen ein bekanntes Utensil). Optimal ist immer eine transparente Nutzung von VOIP und Telefonkonferenz (Teilnehmer entscheiden was sie nutzen wollen).
Für Trainings ist es wichtig, dass die Steuerung der Sprechrechte per einfachem Mausklick durch den Leiter erfolgen kann.

Management
Das Einladungs- und Bestätigungsmanagement ist bei Webcasts und Webiaren von höherer Bedeutung als im Trainingsbereich oder bei Meetings.
Hier gesellt sich ein weiteres Kriterium dazu: Wie kann das System auf Daten des Active Directory oder vorhandenes LMS zugreifen (um eine doppelte Nutzerverwaltung zu vermeiden)

Whiteboard
Wichtig vor Allem bei Trainings und Meetings.

Emoticons
Ohne die geht gar nichts :-)

(Weitere siehe Liste)

8. Dezember 2009

Funktionieren eigentlich Online-Seminare und -Konferenzen?


Im aktuellen Wissenswert Blog Carnival fragen Andrea Back und Jochen Robes nach den Erfahrungen mit dem Live-Online-Lernen: “Funktionieren eigentlich Online-Seminare und -Konferenzen?”
Da gibt es doch nur eine mögliche Antwort: Aber sicher funktioniert das!

Doch wie bei allen Dingen gibt es natürlich auch hier einige Dinge zu beachten, dazu später. Zunächst zu meinen Erfahrungen:
Seit dem Jahre 2000 beschäftige ich mich mit dem Live-Online-Lernen und –Arbeiten. In den ersten Jahren war zunächst einmal Aufklärungsarbeit angesagt „Ach, und das funktioniert???“ Das hat sich heute meist erübrigt, Webinare sind „in“ und werden zu allen möglichen Themen angeboten. Doch leider geht in manchen Fällen „der Schuss nach hinten los“. Da die Zugangsbedingungen sehr einfach sind, wird die PowerPoint-Präsentation online gestellt und etwas dazu erzählt. Dies führt häufig zur Frustration der Zuhörer, denn es fehlen Interaktionen und die Optimierung der PowerPoint–Folien. Aber dennoch, Webinare und Online-Trainings sind äußerst sinnvoll. Sie verbessern die Kommunikation und ermöglichen flexiblere Trainings.

Meine erste wichtigste Erfahrung als Moderatorin:
In meiner ersten richtigen Online-Session machte ich den typischen Anfängerfehler, ich redete zu lange ohne die Teilnehmer einzubeziehen. Nach 15 Minuten kroch die Eiseskälte in den Nacken und im Kopf machte sich Frage breit „Sind die (die Teilnehmer) überhaupt noch da?“. Jennifer Hofmann hatte in ihrem Buch “”The Synchronous Trainer´s Survival Guide” einen guten Trick parat: nicht das Mikrofon auf Dauerbetrieb stellen, sondern die Sprechtaste drücken. Wenn der Finger weh tut, dann war die Sprechzeit zu lange.
Es kamen noch viele weitere Erfahrungen als Moderatorin hinzu, was mich zu diesen Tipps führte:

Hier gibt’s mehr: http://clot.mixxt.de/networks/content/index

24. September 2009

Webinare sind "in"

Es scheint die Zeit gekommen zu sein, dass viele Unternehmen erkennen, dass Online-Events (Webinare, Live-Online-Sessions, Webcast,…) eine hervorragende Möglichkeit darstellen, mit Interessenten und Kunden ins Gespräch zu kommen bzw. zu bleiben. Die Anbieter von Systemen für diese Veranstaltungen schiessen wie Pilze aus dem Boden und es wird schwer den Überblick zu behalten. Eines hat sich allerdings auch schnell herausgestellt, es reicht nicht aus eine PowerPoint-Präsentation vor dem Mikrofon und der Webcam abzuspulen. Webinare (um dies als Oberbegriff zu verwenden) benötigen mehr:

1. Vorbereitung

  • Marketing
  • Technikcheck
  • Organisation (Einladung/Bestätigung, Support)

2. Inhalt

  • Gliederung (Vortrag – Interaktion)
  • Rollen (Moderator, Co-Moderator, Experte,…)
  • Materialien (Visualisierung, Schriften, Farben, CI, Teilnehmermaterialien)

3. Moderation

  • “Klassische Aufgaben (Sprechen, Fragen – Zuhören, Antworten)
  • Technische Aufgaben (Wortmeldungen, Umfagen, Whiteboard, Internet, Appl. Sharing, Textchat)
  • Aufgabenverteilung, Koordination der Rollen/Sprecher
  • Sprache und Sprechen

Das Internet bietet schon eine Fülle von Tipps:
http://www.slideshare.net/schlumpin/10-best-practices-for-web-conferences
http://www.presenternet.com/information/7tips/
http://www.communiqueconferencing.com/webinar_resources.asp
http://ezinearticles.com/?10-Great-Webinar-Tips&id=122121

Was mir am wichtigsten ist?
Üben, Üben, Üben smile

Tip: Online-Präsentieren – Das optimale Webinar
Mehr hierzu: Mixxt Certified live online Trainer

31. August 2009

Webcast, Webinar – oder Online-Training?

Webinare sind “in”. Von IT-Themen über Sprachen bis hin zu Softskills, das Live-Online-Event macht vor keinem Thema halt. Aber von Zeit zu Zeit taucht auch ein Webcast auf oder eine Online-Präsentation, nicht zu vergessen das eMeeting bzw. die Webkonferenz.

Der Versuch einer Differenzierung:

Webcast:

  • sehr viele Teilnehmer (Hinweis: bei mehr als 500 Zuhörern muss das Event bei der Landesmedienanstalt angemeldet werden)
  • Broadcasting, Rede, Vortrag
  • keine bis sehr geringe Interaktion, evtl. Umfragen
  • 1 oder mehrere Sprecher (Arbeitsteilung: Einleitung, Fachexperte, Moderation Textchat)

Webcast

Webinar:

  • 20 – 80 (kann auch bis 120 gehen)
  • Vorlesung, Faktenvermittlung, Informationsvermittlung
  • wenig Interaktion: Umfragen, moderierter Textchat
  • 1 oder mehrere Sprecher, Einleitung + Fachexperten, Moderation des Textchat

Webinar

Online-Training:

  • 3 bis 12 (kann auch bis 20 gehen)
  • Training, Diskussion
  • viele Interaktionen, Teilnehmer werden direkt angesprochen, Gruppenarbeit, Rollenspiel
  • 1 Trainer/Moderator, bei mehr als 12 Personen, Co-Moderator, Co-Moderatoren für Gruppenräume

Online-Training

Online-Präsentation:

  • 1 oder 2 “Empfangsstationen”, können mit mehreren Teilnehmern besetzt sein
  • Präsentation (eines Produkts oder Unternehmens)
  • Dialog mit Teilnehmern, individuelle Präsentation
  • Präsentator, Zielgruppe in einem Raum, evtl. Beamer

Präsentation

Online-Meeting/Web-Konferenz:

  • Projektmeeting, Abteilungskonferenz, Vertriebsmeeting, Besprechung, Konferenz
  • Diskussion, Beratung, Präsentation
  • Diskussion
  • Moderator (Sitzungsleiter), Teammitglieder (Projekt, Vertrieb, Abteilung)

webcast

29. März 2009

Was ist "Digitale Moderation"?

Moderatoren, Trainerinnen und Coachs kennen die “normale” Moderation als eine Methode in der Gruppenarbeit, in kleinen oder auch sehr großen Gruppen. Häufung wird das Arbeiten mit Pinnwand und Kärtchen oder Flipchart verwendet. Eine umfassende Beschreibung liefern Werner Stangls Arbeitsblätter. ModeratorInnen haben die Aufgabe die Diskussion/Sitzung vorzubereiten, zu eröffnen, das Ziel im Auge zu behalten, zu dokumentieren und zu visualisieren und sind verantwortlich für die Dokumentation der Ergebnisse.

Im Zuge der Nutzung des Internets ergeben sich nun auch Möglichkeiten und manchmal auch Zwänge mit PCs und Internet zu arbeiten:

  • Die Teilnehmer sind räumlich und zeitlich zusammen, arbeiten aber in der Sitzung an PCs und die Ergebnisse werden sofort zusammengeführt (gute Transparenz und schnelle Protokollierung)
  • Die Diskussion erfolgt räumlich getrennt und die Teilnehmer sind in einem virtuellen Meetingraum/Seminarraum und kommunizieren per Internet oder Telefonkonferenz.
  • Die Diskussion erfolgt räumlich und zeitlich getrennt und die Teilnehmer arbeiten über ein Plattform (LMS oder Collaborations-Plattform, z. B. SharePoint Server) zusammen.

Die prinzipiellen Aufgaben der ModeratorInnen werden dadurch nicht geändert, lediglich die Werkzeuge und die Methodik wird anders. Hierzu ist es aber ein unbedingtes Muss, dass die Online-ModeratorInnen die Werkzeuge und Methoden der Online-Arbeit bestens beherrschen. Ein Flipchart und eine Moderationswand sind als “Whiteboard” das gängigste Werkzeug aller virtuellen Räume (allerdings mit großen funktionellen Unterschieden siehe auch hier).

Stellt die “Digitale Moderation” besondere Anforderungen?

  • Ja, denn die ModeratorInnen müssen sich mit mehr Werkzeugen auskennen als dem üblichen Moderatorenkoffer.
  • Ja, denn ModeratorInnen müssen beurteilen können, welche Werkzeuge wann passend sind.

Sollten sich ModeratorInnen mit diesem Thema beschäftigen?

  • Ja, denn neu ist die “Digitale Moderation” nur jetzt, in naher Zukunft wird nicht mehr zwischen “Traditioneller” und “digitaler” Moderation unterschieden werden.
15. Dezember 2008

Virtuelle Dienstreise vs reale Dienstreise

In der Sonntagsausgabe der FAZ vom 13./14.12. war ein interessanter Artikel zu finden: “Die virtuelle Dienstreise” (leider (noch?) nicht online). Es wird von (bedauernswerten) Ingenieuren berichtet, denen das Unternehmen nun die Dienstreisen streicht und stattdessen Videokonferenzen, Webkonferenzen oder schlicht Telefonkonferenzen verordnet. Ist es nicht erstaunlich, dass jetzt, in Zeiten, da richtig gespart werden muss, die Online-Zusammenarbeit plötzlich Beachtung findet?
Seit Jahren werden die entsprechenden Werkzeuge angepriesen (keine Reisekosten, effektive Meetings, etc.), doch speziell im Bereich der Ingenieure, bei denen frau eigentlich die Begeisterung für neue Techniken erwartet hätte, wurden diese weitgehendst verschmäht. Dabei ist eCollaboration (die Zusammenarbeit mit Hilfe der Internet- und Telekommunikationstechnologie) viel mehr als eine virtuelle Konferenz. Es geht nicht nur darum Reisekosten zu sparen, sondern die Effizienz der Kommunikation generell zu steigern. Einfach das Meeting in den virtuellen Raum zu verlagern reicht nicht aus (auch wenn viele Anbieter dies versprechen). Es müssen alle Informationsflüsse, der Workflow, die Kommunikationskultur, die Werkzeuge und die Menschen einbezogen werden. Ein wesentlicher Faktor ist die Führung virtueller Teams – die in der Regel neu gelernt werden will.
Um eine funktionierende Online-Zusammenarbeit zu erzielen ist nicht das Werkzeug entscheidend, sondern:

  1. Analyse / Anpassung von Workflow und Kommunikationsverhalten
  2. Kompetenz in virtuelle Teamführung
  3. Motivation
  4. Medienkompetenz

Und es benötigt die Vordenker und Vormacher, die vorleben und zeigen, dass es funktionieren kann. Per “Order Mufti” wird die virtuelle Kommunikation scheitern.