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2. März 2009

WissensWert Blog Carnival Nr.2: Mein letztes eLearning-Erlebnis

War sie freiwillig bzw. selbstorganisiert? Oder eine Maßnahme, zu der Sie jemand eingeladen hat? Was war daran gut? Was war weniger gut? Haben Sie alleine gelernt? Oder zusammen mit anderen? War es das erste Mal? Oder ist E-Learning Teil Ihres Alltag und Ihrer Arbeit? Und vielleicht das Wichtigste: Waren Sie danach schlauer bzw. kompetenter?

Die – für mich – wichtigste Frage hat Jochen Robes im 2. Beitrag zum Blog Carnival am Schluss gestellt: Waren Sie danach schlauer bzw. kompetenter! Die Kernfrage eines jeden Trainings egal ob mit “e” davor oder nicht.

Aber was war mein letztes eLearning Erlebnis? Ich habe an dem Online-Seminar “Web 2.0 for Learning Professionals” teilgenommen . Moderiert von Michele Martin und Harold Jarche wurden in 6 Wochen die Themen Social Networking, Social Bookmarking, Blog, RSS-Feed, Wikis etc. diskutiert. Da die Teilnehmerzahl sich um die 120 bewegte musste frau schon gezielt die Diskussionsgruppen heraussuchen, die zu den eigenen Interessen passten. Es war ein offener Kurs, d. h. jeder konnte daran teilnehmen. Eine persönliche Ansprach durch die Kursleiter war dabei natürlich nicht zu erwarten, aber es gab schnell Feedback von anderen Teilnehmern.

Wie wurde hierbei nun “gelernt”? – Das war der eigentliche Grund für mich daran teilzunehmen.
Gleich zu Beginn des Kurses wurden den Teilnehmern 3 Rollen angeboten:

  • Spectator–Read the articles and forum posts.
  • Joiner/Collector–Read the articles and posts and add any links to resources, etc. you think would be helpful to people, as well as your own thoughts and ideas.
  • Creator–Create a visual, screencast, blog post, etc. related to this topic.

Das bedeutet, ich als Teilnehmerin weiss, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, welchen Nutzen ich aus dem Kurs ziehe. Wähle ich die Rolle des Spectators und lese nur mit, werde ich sicher einen nicht so großen Nutzen herausziehen wie in der Rolle des Creators – aber kann und will ich so viel Zeit investieren?

Auf die Fragen “Was war daran gut?” und “Was war weniger gut?” würde ich die gleiche Antwort geben: “viele TeilnehmerInnen aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Erfahrungen”.

Bin ich nun schlauer oder kompetenter geworden?
Da ich nur zwischen den Rollen Spectator und Joiner/Collector gependelt habe, war es weniger ein Kompetenzzuwachs, sondern eher das Erhalten von neuen Ideen und Impulsen für die eigenen Arbeit. Und das war gut so!

22. Februar 2009

WissensWert Blog Carnival Nr. 1: Antwort am Tulpensonntag

Andrea Back und Jochen Robes stellen im Blog-Carnival Fragen zum persönlichen Umgang mit den Tools (des Web 2.0) und wie frau damit umgeht.
Kann ich mit Web-2.0-Tools effektiver mit Information und Wissen umgehen? Verbessern sich die Produktivität und Qualität der Arbeit? Werden die Vorteile der neuen Arbeitsmittel durch negative Seiteneffekte überkompensiert? Wie verläuft der persönliche Lernprozess, sich diese Arbeitspraktiken anzueignen?
Zur ersten Frage: Ja, natürlich, ich blogge, ich twittere, ich setze die Tools in meinen Workshops und Seminaren ein. Ich bin auf sehr viele interessante Dinge aufmerksam geworden, ich erfahre etwas über die Gedanken Anderer und erhalte so viele neue Anregungen.
Das „aber“ liegt aber schon in der Luft. Ist es effizient, jedem interessant erscheinenden Tweet zu folgen, z. B. auf http://www.twittermap.de nachzusehen, welche Twitterer im Umkreis von 50 km vom eigenen Standort twittern? Sicher nicht. Es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, trotz Vernetzung und Getwittere der eigentlichen Arbeit zu folgen, aber gleichzeitig die Ideen aufzunehmen. Und damit sind wir schon bei der zweiten Frage.
Damit ich die Tools produktiv einsetzen kann, muss ich sie kennen und den Umgang damit geübt haben. Da „liegt der Hase im Pfeffer“: Wer übt schon bloggen, wer trainiert den Einsatz eines Wikis? Das reine Selbststudium ist zwar für die Bedienung der meisten Tools ausreichend, aber ich bin skeptisch ob das auch für den zielgerichteten Einsatz für die Mehrheit der Anwender produktiv ist. Als Beraterin eigne ich mir diese Tools selbst an (da geht schon so mancher Sonntag drauf). Ich bemühe dazu PAUL und überlege in welche Kategorie dieses Tool gehört, wie es in meinen Workflow passt, wie es mit anderen Werkzeugen harmoniert etc. Und versuche die kleinen und großen Helferlein und Werkzeuge zu archivieren, um sie auch anderen empfehlen zu können. Das fällt dann in die Kategorie Informationsmanagement und alles zusammen in mein persönliches Wissensmanagement.

Was hat Web 2.0 mit Tulpen zu tun? – Gar nichts, aber der Tulpensonntag gehört zum Karneval.

18. Februar 2009

Weiterbildung in Zeiten der Abwrackprämie

Wer eine Reise im Wert von 2500 € bucht und sich von seinem alten Koffer trennt, erhält in einem Reisebüro eine Gutschrift von 150 €. Ein PC-Spezialist gewährt bei Kauf neuer Hardware für Computerschrott eine “Abwrackprämie” in Höhe von 2500 ct. Zwei von vielen Beispielen wie landauf und landab Käufer in die Geschäfte gelockt werden (Quelle: Wirtschaftwoche ).

Geht das auch im Weiterbildungsgeschäft?
“Geben Sie Ihr Teilnahmezertifikat für Word 6.0 zurück und Sie erhalten 50 € Gutschrift für das Office 2007-Seminar?” Ein bisschen kreativer sollte es schon sein :-)
Vielleicht so: Jeder der 5 relevante Links einbringt erhält eine Gutschrift. Die Teilnehmer bestimmen ob “relevant” zutrifft. Oder: Ein im Kurs verwendbares Praxisbeispiel wird mit x € vergütet.

Wie kann Wissen oder wie können Informationen eingebracht werden? Wie wird dies bewertet? Veraltet Wissen? Wie kann ich “veraltetes Wissen” aufpolieren?  Dies führt mich dazu die Herangehensweise in einem Workshop oder Seminar mal wieder kritisch zu untersuchen. Wie können die Teilnehmer stärker integriert werden? Wie gelingt es “User generated content” einzubauen? Auch der Ansatz LDL = Lernen durch Lehren sollte in diesem Zusammenhang noch berücksichtigt werden (obwohl das nun wirklich nichts mit der Abwrackprämie zu tun hat – oder Abwracken veralteter Lehrer ?  :-)  ).

6. Februar 2009

Online-Lernen mit Web 2.0

oder “Social Software im eLearning”. Die Werkzeuge Twitter, Blogs, Wiki und natürlich Community-Software und ePortfolios wurden auch wieder auf dem Kongress der Learntec diskutiert, aber auf der Messe selbst war recht wenig über den Einsatz neuer Methoden in Bildungsangeboten zu sehen.

Einen Einstieg in die Umsetzung bietet unser Workshop “Social Software im eLearning“. Hier können die TeilnehmerInnen in 4 Wochen die Möglichkeiten zum Einsatz von Microblogging, Social Bookmarks und das gemeinsame Lernen per Community Software erfahren. Ist Twitter ein geeignetes Medium zur Kommunikation und Vernetzung und welche Anforderungen stellt das kollaborative Arbeiten über eine Plattform wie Ning, Mixxt oder auch SharePoint-Server. Am 9. März beginnt der nächste Workshop und in der Online-Session am 19.02.2009 können Sie auch in das Thema “hineinschnuppern“.

13. Januar 2009

Rollenspiele im VC

Im Werkzeugkoffer von Trainerinnen und Trainern sind sie schon lange ein wichtiger Bestandteil eines Trainingskonzeptes: die Rollenspiele. Hierzu gibt es auch viel Literatur (z. B.: “Mit Rollen spielen“  oder eine ganze Liste bei Amazon ).

Doch wie sieht dies im Bereich des Live-Online-Lernens, also im VC, aus? Unter den Abschlusspräsentationen des letzten Kurses zum Certified Live Online Trainer gab es ein hervorragendes Beispiel dazu, wie ein Rollenspiel im VC durchgeführt werden kann. Dorle Stecher moderierte eine Sequenz “Telefonieren in einer Fremdsprache”. 2 TeilnehmerInnen wurden ausgewählt und erhielten ihre Instruktionen per privatem Textchat (in Saba/Centra, bei Interwise wären dies die Notes). Diese Nachrichten enthielten eine Anzahl Phrasen, welche nun von den TeilnehmerInnen im Kontext korrekt eingesetzt werden mussten. Die Anderen hörten zu und bewerteten anschließend.
Dieses Beipiel ist nun auch in der Online-Beispielsammlung enthalten: http://www.dd-learn.de/ep/buch/index.html

Viele Rollenspielrezepte können mit wenig Aufwand in das Live-Online-Lernen übertragen werden und damit die Online-Sessions bereichern. Hätten Sie auch ein Beispiel, dann teilen Sie dies mit uns!
Weiter Informationen zum Live-Online-lernen finden Sie in “Toolbox: Live-Online-Lehren“.

18. Dezember 2008

Courses end; learnscapes persist.

Jay Cross beschwört in seinem Blogeintrag vom, 17.12. das Szenario des informellen Lernens und des selbstmotivierten Lernens. “Learnscapes” stellen im Unternehmen die notwendigen Mittel und Wege zur Vernetzung und Finden von Informationen zur Verfügung. Richtig, “The best learning is self-motivated”, aber es gibt nun mal genügend Sachzwänge, die ein Lernen erforderlich machen, ohne dass die Betroffenen in Begeisterungsstürme ausbrechen. Diese Situationen kommen in Unternehmen nach meinen Erfahrungen schon häufiger mal vor. Beispiele: Einführung neuer IT-Systeme, damit verbunden neuer Prozesse, Export in neue Länder: macht neue Fremdsprachen erforderlich usw. Bei allem Faible für informelles Lernen, da kann sich das Unternehmen nicht darauf verlassen, dass alle Betroffnen freudig erregt sich das Neue selbst miteinander erarbeiten – wäre das nicht auch zu unproduktiv?

Für mich sind die Learnscapes die Basis für Communities of Practice, für Informationsaustausch und sozialem Netzwerken im Unternehmen sowie ein Einstieg in den Wissensfundus. In dem Workshop auf der Online Educa in Berlin verglich Jay Cross die Lernformen wie folgt:
Formelles Lernen (Schule, Studium) ist der Schulbus – die gesamte Mannschaft wird von A nach B befördert.
Informelles Lernen ist das Mountainbike – jeder fährt wie er/sie will.
Learnscapes bieten nun bereitgestellte Vehikel, das die Mitarbeiter verwenden können: ein Taxi.

2. Dezember 2008

Online Educa

Morgen beginnt die Online-Educa. Als besonderes Event im Vorfeld des Kongresses gilt der Workshop mit Jay Cross “Informal Learning with the social web”. Jay Cross: “I call the environment of informal learning a “learnscape”.” Gegenüber dem Ansatz von PLE/PAUL stellt Learnscape die Sichtweise der Organisation dar, während PAUL die Sicht des Einzelnen widerspiegelt.

http://www.online-educa.com

The Informal Learning Blog“, “The Internet Time Blog

7. Oktober 2008

eLearning Stammtisch

Am 10.10.2008, 15:00 Uhr ist es wieder einmal so weit:

Der eLearning-Stammtisch tagt – virtuell natürlich.

Wie gewohnt treffen wir uns im virtuellen Raum (System: Centra) um Aktuelles und Interessantes aus der Welt des eLearning zu diskutieren.

Hauptthema (wenn Sie einverstanden sind): PAUL

  • Wie organisieren Sie Ihre Arbeits- und Lernumgebung?
  • Mit welchen Tools und Arbeitstechniken arbeiten Sie?
  • Wie verwalten Sie Ihre Artefakte/Wissen/Präsentationen/Dokumente ?
  • Welche Kommunkationsformen setzen Sie ein?

Hier gehts zur Teilnahme: http://www.dd-learn.de/VC/
Eine vorherige Registrierung ist nicht notwendig, eine Systemprüfung wird empfohlen.

18. September 2008

Web 2.0: Wer macht denn nun wirklich schon mit?

In seinem Beitrag Delusion 2.0: forgetting the silent majority  (via www.weiterbildungsblog.de ) geht Lucas McDonnell auf die aktuelle Diskrepanz zwischen den Personen, die das Mitmach-Web nutzen, der Gruppe die zumindest mitliest und der dritten Gruppe, der ganz großen Gruppe, ein, an denen dieses Geschehen schlicht und ergreifend komplett vorbei geht:

“This is one of the biggest fallacies of the whole ‘2.0′ movement. While the Web 2.0 provides us with the opportunity to participate, we simply don’t all want to be participating. I believe there’s a silent majority that prefer to be consumers and not participators.”

Dies erinnert mich an die Zeit, in der PCs ihren Einzug in die Welt zu hielten. Meine Ex-Kollegen bei HP schwelgten (in damals) höheren Spähren, während ich Anfängern versuchte Textverarbeitung am PC beizubringen oder etwas später die Maus zu bedienen. So ist es heute mit Web2.0 und eLearning 2.0. Was das Netz der Experten tut (z. B. die Online-Konferenz http://evideook1.mixxt.de/ oder der “Massive Open Online Course” http://ltc.umanitoba.ca/connectivism/ von Stephen Downs und George Siemens), ist für die meisten Menschen heute noch unvorstellbar. Betrachten wir aber die rasante Entwicklung, so werden auch Dinge / Anwendungen aus dem heute “Web 2.0″ genannten Feld den Einzug ins tägliche Leben und damit auch in die Bildungslandschaft halten. Wobei die Bildungslandschaft sich doch recht schwer tut mit den Veränderungen :-) .

Ich schließe mich den Worten an: “We’re an increasingly fractured and diffuse audience — and we often don’t have the time or the attention span to participate. And if you’re reading this blog and have never left a comment, you just proved my point. :D

11. Juli 2008

LMS – PLE – PAUL

Auf dem SCOPE Camp in Hamburg haben wir PAUL diskutiert. PAUL steht für Persönliche Arbeits- Und Lernumgebung. Eine solche Umgebung vereint Lernen und Arbeiten, stellt die Kommunikationsmedien dar und sichert den Datenfluss. Hierzu gehört selbstverständlich auch der Zugriff auf Lernmanagementsysteme sowie Communities und den dazugehörenden Datenaustausch mit Integration in das eigene ePortfolio. Zu Paul.

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