Sind MOOC-Teilnehmer digitale Exhibitionisten?

Ich habe gerade eine sehr, sehr interessante Keynote von Prof. Dr. Bernhard Pörksen zur "Veranstaltung Transparenz und Vertrauen - No limits?" mit der Überschrift "Der entfesselte Skandal. Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter." gehört. Die Aufzeichung wird auch in Kürze hier zu finden sein. Übertragen auf den Online-Bildungsbereich stellt sich da natürlich die Frage, wie gehen MOOCs mit "Kontrollverlust" um? Kontrollverlust meint: Ich habe keine Kontrolle mehr darüber was wer über mich in welchem Medium sagt.
  • Ob es Lügen sind oder die Wahrheit spielt keine Rolle (siehe Keynote-Beispiel Bettina Wulff)
  • Ob Worte aus dem Zusammenhang eines informellen Gesprächs gerissen werden oder ob es wohlformulierte Sätze auf einer öffentlichen Veranstaltung waren (siehe Keynote-Beispiel Köhler)
  • Ob ich diese Inhalte lanciert habe (evtl B. Wulff) oder ob sie durch Zufall aufgegriffen wurden (Köhler)
Wir wissen (eigentlich), dass immer irgendjemad ein Handy mit Aufzeichnungsmöglichkeit dabei hat. Damit ist schon klar, dass das Gesprochene digital zur Verfügung steht und wenn einmal verbreitet, nicht mehr aus der Welt = de Internet zu löschen ist. In einem MOOC gehen wir sehr weit, wir diskutieren Standpunkte, veröffentlichen eigene Texte/Gedanken, die häufig noch nicht richtig ausformuliert sind, wir "lernen" ja noch. Und das steht alles online, öffentlich für alle. Sind alle MOOC-Teilnehmer digitale Exhibitionisten? Vielleicht finden sich Interessenten, die das mit mir auf dem CorporateLearningCamp 2012 diskutieren wollen.
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