Noch einmal: Webinare, Webkonferenzen oder wie?

Seit die Marketing-Experten entdeckt haben, dass man Events auch online durchführen kann, boomen die "Webinare", "Webkonferenzen" und wie immer sie auch genannt werden. Neueste Idee: smeeting. An verschiedenen Ecken des Internets wird versucht Transparenz in das Angebot zu bringen indem die Begriffe definiert werden (habe ich auch schon versucht). Aber die Kreativität der Anbieter bei der Schaffung neuer Bezeichnungen ist sehr groß und die Begriffe schiessen wie Pilze aus dem Boden. pilze Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sich auch bei den Online-Sessions * die Normalität einstellt, sprich wir von Marketing-Auswüchsen verschont werden. Doch wie kann das Angebot transparenter gemacht werden? Im Jahre 2006 wurde die PAS 1068 veröffentlicht. Diese PAS beschreibt, wie Bildungsangebote zu beschreiben sind, so dass ein Interessent sich ein klares Bild machen kann, was ihn und sie erwartet. Da darüber alle möglichen Bildungsangebote beschrieben werden können, ist die Liste der Kategorien trotz der Bestrebungen zur Vereinfachung recht lang. Ich habe diese durchforstet und auf 10 Punkte eingedampft, die einer transparenten Beschreibung von einzelnen Online-Sessions dienen sollen:
  1. Name / Titel: Name / Titel der Session
  2. Kurzbeschreibung: Thema, Inhaltsangabe,
  3. (Lern)Ziel: angestrebte Fertigkeiten und Fähigkeiten
  4. Zielgruppe: Für wen ist dieses Angebot gedacht
  5. Anzahl der Teilnehmer: Erwartete Teilnehmer, Minimum, Maximum
  6. Dauer: Bei einzelnen Sessions die Dauer, ansonsten die aufzuwendende Lernzeit
  7. Überwiegende Methoden: Vortrag, Präsentation, Gruppenarbeit, Selbstlernen, Fallstudie, Experiment, Planspiel
  8. Kommunikation: VOIP und/oder Telefonkonferenz, öffentlicher Textchat oder verdeckte Fragen + Antworten
  9. Voraussetzungen und Vorkenntnisse: Formale Voraussetzungen, Fachliche Voraussetzungen, computerspez. Vorkenntnisse, Vorkenntnisse aus anderen Wissensgebieten, die zur erfolgreichen Teilnahme notwendig sind
  10. Technische Voraussetzungen: Betriebssystem, Browser, Headset, …
Neben diesen Angaben zur Art der Session gehören selbstverständlich der Name des Anbieters, die Redner, Moderatoren etc. sowie die Kosten und die Erreichbarkeit des technischen Supports zu den Minimalangaben. Empfehlenswerterweise sind alle relevanten Angaben, die die PAS vorsieht anzugeben. Wobei es nachvollziehbar ist, dass bei kostenlosen Angeboten, der Aufwand recht hoch ist, aber die Minimalangaben sollten schon den Interessenten helfen sich besser zu orientieren. Sind diese genannten Angaben gemacht, ist es egal, wie das Angebot benannt wird: Webinar, Webkonferenz, smeeting oder was immer noch kreiert wird. * Online-Sessions: Oberbegriff für Alle Events, die Live + Online durchgeführt werden.
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One Response to Noch einmal: Webinare, Webkonferenzen oder wie?

  1. Max says:

    Hallo,
    unter Webkonferenzen kann man ein noch weitgehenderes Thema verstehen. Deshalb finde ich die Bezeichnung Webinar passend.
    MfG

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