Virtuelle Welten

Angeregt durch 2 SL-Sessions an denen ich neulich teilnahm und den WissensWert Blog Carnival "Wie entwickeln sich virtuelle Welten?" untersuche ich meine Second Life Erfahrungen und die daraus resultierende Einstellung. Warum sträube ich mich gegen Second Life, wo es doch so anschauliche Beispiele gibt:
  • ein Rollenspiel zum Erlernen einer neuen Sprache
  • ein Brainstorming zur Entwicklung eines neuen Gerätes/Verfahrens
  • die Funktionsweise einer techn. Anlage erläutern
  • und vieles mehr (siehe auch den schönen Text von Andreas Mertens im Wissenswert-Blog)
Für diese und weitere Beispiele ist SL bei der richtigen Ausstattung (= der Gestaltung und der Programmierung der Umgebung) hervorragend geeignet. Vorausgesetzt, die Mitwirkenden sind mit SL vertraut, Teilnehmer und Referenten und Hilfskräfte. Vieles ergibt sich intuitiv, anderes ist gewöhnungsbedürftig oder muss richtig trainiert werden. Ich nehme immer mal wieder an Veranstaltungen in SL teil und ich muss leider dazu sagen, dass mich noch nichts davon so richtig für SL begeistern konnte. Es mag ja ein netter Effekt sein, dass man von einer Lobby mit dem Fahrstuhl zum Meetingraum fahren kann, aber was ist der Vorteil davon? Ich will damit ausdrücken, dass vieles in SL noch nicht zielführend genutzt wird. Je nach Thema, ist heute eine Session im VC effizienter als in SL, von Meetings mal ganz abgesehen. Was stört mich bei SL:
  • die Avatre und ihre Namen. Es geschieht immer mal wieder, dass man eine aus dem realen Leben bekannte Person trifft. Was nun tun? spreche ich sie oder ihn mit dem Avatarnamen an? Ist höchst "komisch". Spreche ich sie/ihn mit den richtigen Namen an, irritiert dies die anderen und diese fühlen sich ausgegrenzt. Blöde Situation!
  • die Avatare im allgemeinen. Neulich saß einer mit einem Surfbrett unterm Arm in der Reihe vor mir und versperrt mir den Blick auf die Leinwand - na ja, ich kann den Blickwinkel verändern oder mich woanders hinsetzen. Aber auf solche Situationen kann ich verzichten, die stören schon im realen Leben 🙂
  • die schon im realen Leben langweiligen Bulletpoint-PowerPoint-Vorträge
  • ständig neue Updates
Aber das Alles kann ja geändert werden. Der Viewer 2.0 bietet schöne Möglichkeiten zur Nutzung des Internet, für Whiteboards etc. Das bedeutet nun aber auch, dass sich die Referenten bitte darauf einstellen müssen und die Interaktivität einbringen. Es wäre schon einmal sehr interessant eine interaktive Session in SL zu konzipieren und durchzuführen. Ich denke darüber nach!
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5 Responses to Virtuelle Welten

  1. Pingback: Beiträge zum 14. Wissenswert Blog Carnival: Wie entwickeln sich virtuelle Welten? – WissensWert

  2. Liebe Lore,

    ich habe deinen Artikel gerne verlinkt. Natürlich hast Du recht mit Deinen Kritikpunkten. Vielleicht kannst Du noch etwas auf die Ausgangsfrage eingehen. Sprich, wie denkst Du persönlich, dass sich Virtuelle Welten entwicklen werden bzgl. Ihrer Durchdringung und Reichweite? Denkst Du, dass wir die Probleme in den Griff bekommen? Ja, Nein? Wenn ja, was muss geschehen. Wenn Nein, wann sterben deiner Einschätzung nach, Virtuelle Welten aus?

    LG,

    Andreas

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