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15. Dezember 2009

Mehr kann einfacher sein

Das Jahr geht zu Ende, aber die ersten Ereignisse des Jahres 2010 werfen ihre Schatten voraus: die Vorbereitungen für die Learntec 2010. Da darf ich mich mal wieder aktiv an einer Sektion beteiligen. Ich hoffe, dass genügend TeilnehmerInnen kommen werden, denn es ist der letzte Beitrag am Donnerstag Nachmittag . Der Sektionstitel lautet “Didaktik 6: Virtual Classroom: Unterstützung erfolgreichen Lernens”.

Mein Beitrag beschäftigt sich mit der Frage: Besteht eine Technik-Hürde beim Einstieg ins virtuelle Klassenzimmer? Der Begriff “Einstig” steht hierbei nicht für das technische Einwählen und Starten des virtuellen Klassenraums. Dies darf natürlich auch für unbedarfte TeilnehmerInnen keine allzu große technische Hürden darstellen. Eine gute Beschreibung, telefonischer Support und der Rat, sich doch bitte einige Stunden vor Beginn der Session schon mal mit der Systemprüfung zu beschäftigen, sollte diese Probleme verkleinern. Trotz aller Vorbereitung: eine 100%ige Sicherheit, dass Alle problemlos in den VC kommen, gibt es nicht!

Aber das ist auch nicht das Thema meines Beitrags, sondern es geht um die Frage, wieviel Funktionalität wird benötigt ohne die Teilnehmer technisch zu überfordern. Ist ein “einfaches” System besser als ein System, das viele Funktionen zur Verfügung stellt? Unter einem “einfachen” System wird in der Regel ein System verstanden, das eine PowerPoint-Präsentation ermöglicht, das das Zeigen von Anwendungen (Application Showing) erlaubt und evt. über ein Umfrage- und Chat-Tool verfügt. “Größere” Systeme bieten dazu Application Sharing (Teilnehmer kann auch die Anwendung des Referenten zugreifen), Gruppenarbeitsräume, Aufzeichnen von Sessions, Bearbeitung der Aufzeichnung, Tests mit Auswertung, mehrere Videobilder und vieles mehr. Was brauchen wir um mit ungeübten TeilnehmerInnen ein Online-Training oder Webinar erfolgreich durchführen zu können?

Ich – als Moderatorin – muss mit einem Klick einem Teilnehmer das Mikrofon geben und entziehen können, ich muss mit einem Klick (max. 2) eine Teilnehmerin zur Co-Moderatoren befördern und wieder zurücksetzen können, ich muss mit einem Klick den Teilnehmern die Schreibrechte auf dem Whiteboard gesamt oder selektiv vergeben können, ich kann den Chat beliebig aktivieren (nur zum Moderator, Chat für alle frei, Teilnehmer dürfen sich private Nachrichten senden können). Dies sind Beispiele für Funktionalitäten, die ein System haben muss, damit es einfach zu bedienen ist. Die Einstiegssysteme besitzen dies häufig nicht bzw. Funktionen müssen mit 3 – 4 Klicks aufgerufen werden, was dann wiederum den Moderator beschäftigt und damit von der eigentlichen Aufgabe ablenkt. Ein ausgereiftes System mit vielen Funktionen ist häufig “einfacher” als ein Einstiegssystem und kann dadurch helfen Ängste vor zu viel Technik abzubauen – eine sinnvolle Nutzung der Funktionen in der Session vorausgesetzt. Die Anwendung von Gruppenarbeitsräumen mit Neulingen ist sicher nicht sinnvoll. learntec

Hier gilt also für mich “Mehr kann einfacher sein“.

8. Dezember 2009

Funktionieren eigentlich Online-Seminare und -Konferenzen?


Im aktuellen Wissenswert Blog Carnival fragen Andrea Back und Jochen Robes nach den Erfahrungen mit dem Live-Online-Lernen: “Funktionieren eigentlich Online-Seminare und -Konferenzen?”
Da gibt es doch nur eine mögliche Antwort: Aber sicher funktioniert das!

Doch wie bei allen Dingen gibt es natürlich auch hier einige Dinge zu beachten, dazu später. Zunächst zu meinen Erfahrungen:
Seit dem Jahre 2000 beschäftige ich mich mit dem Live-Online-Lernen und –Arbeiten. In den ersten Jahren war zunächst einmal Aufklärungsarbeit angesagt „Ach, und das funktioniert???“ Das hat sich heute meist erübrigt, Webinare sind „in“ und werden zu allen möglichen Themen angeboten. Doch leider geht in manchen Fällen „der Schuss nach hinten los“. Da die Zugangsbedingungen sehr einfach sind, wird die PowerPoint-Präsentation online gestellt und etwas dazu erzählt. Dies führt häufig zur Frustration der Zuhörer, denn es fehlen Interaktionen und die Optimierung der PowerPoint–Folien. Aber dennoch, Webinare und Online-Trainings sind äußerst sinnvoll. Sie verbessern die Kommunikation und ermöglichen flexiblere Trainings.

Meine erste wichtigste Erfahrung als Moderatorin:
In meiner ersten richtigen Online-Session machte ich den typischen Anfängerfehler, ich redete zu lange ohne die Teilnehmer einzubeziehen. Nach 15 Minuten kroch die Eiseskälte in den Nacken und im Kopf machte sich Frage breit „Sind die (die Teilnehmer) überhaupt noch da?“. Jennifer Hofmann hatte in ihrem Buch “”The Synchronous Trainer´s Survival Guide” einen guten Trick parat: nicht das Mikrofon auf Dauerbetrieb stellen, sondern die Sprechtaste drücken. Wenn der Finger weh tut, dann war die Sprechzeit zu lange.
Es kamen noch viele weitere Erfahrungen als Moderatorin hinzu, was mich zu diesen Tipps führte:

Hier gibt’s mehr: http://clot.mixxt.de/networks/content/index