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Daten + Dokumentation GmbH - Online Lernen + Arbeiten

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29. März 2009

Was ist "Digitale Moderation"?

Moderatoren, Trainerinnen und Coachs kennen die “normale” Moderation als eine Methode in der Gruppenarbeit, in kleinen oder auch sehr großen Gruppen. Häufung wird das Arbeiten mit Pinnwand und Kärtchen oder Flipchart verwendet. Eine umfassende Beschreibung liefern Werner Stangls Arbeitsblätter. ModeratorInnen haben die Aufgabe die Diskussion/Sitzung vorzubereiten, zu eröffnen, das Ziel im Auge zu behalten, zu dokumentieren und zu visualisieren und sind verantwortlich für die Dokumentation der Ergebnisse.

Im Zuge der Nutzung des Internets ergeben sich nun auch Möglichkeiten und manchmal auch Zwänge mit PCs und Internet zu arbeiten:

  • Die Teilnehmer sind räumlich und zeitlich zusammen, arbeiten aber in der Sitzung an PCs und die Ergebnisse werden sofort zusammengeführt (gute Transparenz und schnelle Protokollierung)
  • Die Diskussion erfolgt räumlich getrennt und die Teilnehmer sind in einem virtuellen Meetingraum/Seminarraum und kommunizieren per Internet oder Telefonkonferenz.
  • Die Diskussion erfolgt räumlich und zeitlich getrennt und die Teilnehmer arbeiten über ein Plattform (LMS oder Collaborations-Plattform, z. B. SharePoint Server) zusammen.

Die prinzipiellen Aufgaben der ModeratorInnen werden dadurch nicht geändert, lediglich die Werkzeuge und die Methodik wird anders. Hierzu ist es aber ein unbedingtes Muss, dass die Online-ModeratorInnen die Werkzeuge und Methoden der Online-Arbeit bestens beherrschen. Ein Flipchart und eine Moderationswand sind als “Whiteboard” das gängigste Werkzeug aller virtuellen Räume (allerdings mit großen funktionellen Unterschieden siehe auch hier).

Stellt die “Digitale Moderation” besondere Anforderungen?

  • Ja, denn die ModeratorInnen müssen sich mit mehr Werkzeugen auskennen als dem üblichen Moderatorenkoffer.
  • Ja, denn ModeratorInnen müssen beurteilen können, welche Werkzeuge wann passend sind.

Sollten sich ModeratorInnen mit diesem Thema beschäftigen?

  • Ja, denn neu ist die “Digitale Moderation” nur jetzt, in naher Zukunft wird nicht mehr zwischen “Traditioneller” und “digitaler” Moderation unterschieden werden.
17. März 2009

Natives – Immigrants – Literates

Das Thema der gestrigen ORT-Session lautete “Enterprise 2.0 – Die Potenziale von Social Software für die Lernprozesse in Unternehmen” doch – es konnte nicht anders sein, irgendwann kam die Diskussion wieder auf die Digital Natives. Einig waren sich alle DiskussionsteilnehmerInnen, dass es falsch ist, den Titel auf eine ganze Generation auszudehnen, denn es ist längst bewiesen, dass nicht jeder der fließend SMSen kann und lustige Videos auf YouTube einstellt, produktiv mit den Werkzeugen des Web 1.0 + 2.0 umgehen kann. Doch irgendwie wissen alle, dass es schon einen Unterschied gibt, zwischen:

  • den “alten” Digital Natives, die seit den 80er Jahren durch alle Hochs und Tiefs der IT gegangen sind und immer noch alles ausprobieren,
  • denjenigen, die die Technik nutzen weil sie müssen, bei denen Twitter aber keine Begeisterungsstürmer hervorruft,
  • denjenigen, die von Kindesbeinen an Tastaturen und Internet gewöhnt sind und daher keine Scheu vor neuen Anwendungen haben
  • denjenigen, die zwar mit Handy + Playstation umgehen können, denen aber weitergehende Dinge unbekannt sind.

Es gibt aber auch noch diejenigen, die jung sind, denen sich neue Techniken quasi von selbst erschließen, die vernetzt sind und wissen was man damit alles anstellen kann. Dies sind für mich die Young Digital High Potentials. Das sind diejenigen, die den Top-Vertretern traditioneller Unternehmen über Zukunftsmodelle diskutieren .

Lassen wir die Digital Natives und Digital Immigrants in Zukunft weg und kommen zu den Digital Literates!
Hier einige Quellen zu diesem Thema:
Erste Veröffentlichung 2001 von Marc Prensky

http://www.blogpiloten.de/2008/10/16/digital-natives-uber-die-naiv-kompetenten-web-youngsters/

Ralf Schulmeister: Gibt es eine Net-Generation

http://www.holtzbrinck-elab.de/blog/digital-natives-weshalb-man-auf-sie-horen-sollte/

http://www.e-teaching.org/praxis/erfahrungsberichte/ebner_schiefner_web20

http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/node/4383 und viele weitere Kommentare

http://www.slideshare.net/Martin67/potentiale-des-net-generation-learning-presentation

http://www.slideshare.net/guest9200b6/net-generation-learning

http://edufuture.de/2008/10/17/participation-culture-statt-net-generation/

8. März 2009

eLearning und Internetnutzung

Am Donnstag diskutierten Fachexperten im Forum “Learning & Knowledge Solutions” zu der Fragestellung “Die Zukunft des eLearning. Was funktioniert, was nicht – und warum?”.

Nach der Erhebung des BITKOM nutzen 55 Prozent der Unternehmen mit mehr 1.000 Beschäftigten das elektronische Lernen mit Computer und Internet (Definition eLearning s.u.). Darüber, wie eLearning aussehen muss, damit es erfolgreich ist, gibt es unzählige Studien und Untersuchungen. Auch darüber wie, was wo am Besten bei welcher Zielgruppe “funktioniert”. Spannender ist die Frage, wie wird bzw. wie muss sich das Online-Lernen in der Zukunft verändern, damit auch die restlichen 45 % der großen und alle kleineren Unternehmen auch die Vorteile des eLearning zu Gunsten ihrer Mitarbeiter einsetzen.

Dabei kamen (natürlich) die Digital Natives und die Digital Emigrants zur Sprache. Hier hatte der Großteil der Diskutanten die einhellige Meinung, dass die Generation die mit SMSen und Internet aufgewachsten ist nicht automatisch einen einfacheren Zugang zum Arbeiten mit Formatvorlagen in Word oder Formeln in Excel hat und dass die Gernerationen-Einteilung viel zu oberflächlich ist und Menschen vorschnell in Schuladen gesteckt werden.

Einige Zahlen zur Internetnutzung:
BITKOM: http://www.bitkom.org/52607_57983.aspx

Zum ITC Development-Index bei Heise-Online:
http://www.heise.de/netze/ITU-sieht-Nachholbedarf-bei-Bildung-in-Deutschland–/news/meldung/133852

Sammlung von Studien:
http://www.digitale-chancen.de/content/stories/index.cfm/aus.2/key.2595/secid.16/secid2.49

Allensbach Institut:
Wie häufig stellen Sie Videos bei YouTube, MyVideo etc. ein?
89 % noch nie
6 % ganz selten
3 % ab und zu
2 % häufiger

DE in 2009, 14 – 64 Jahre, Internetnutzer,  http://de.statista.com/statistik/diagramm/studie/101173/umfrage/haeufigkeit-des-ansehens-von-videos-und-filmclips-im-internet/

Weltweite Nutzung des Inernet:
http://www.comscore.com/press/release.asp?press=2698

Kleiner Kommentar:
Nach der letzten Untersuchung von Comscore beträgt die Zahl der Internetnutzer ind Deutschland 37 Mio. Nach der Allensbach-Studie stellen 2 % der Nutzer häufiger ein Video auf Youtube ein. Das wären dann immerhin 740.000 Personen. Diese Zahl hat mich doch überrascht.

6. März 2009

Grünes Lernen?

eLearning goes green!  So lautet die Überschrift einer Einladung zu einem Webinar. Grün = umweltverträglich? Grün = Recyclebar? Grün = energiesparend? Grün = politische Richtung?

Hergeleitet ist die Aussage durch “reusable content”, sprich: wie aus vorhandenen Inhalten / Materialien neue Trainings konzipiert werden können. Die Idee ist nicht ganz neu, aber das Enblem “Green” zieht anscheinend auch im Training. Dazu passt ein in XING veröffenlichter Beitrag, bei welchem allerdings “Green” sich darauf begründete, dass bei Einsatz von Webinars und Live-Online-Schulungen keine Umweltverschmutzung durch Reisen entsteht.

Alles in allem betrachtet, kann frau sich dem Label “eLearning = green Learning” nicht ganz entziehen. Ich lege es dennoch in die Schublade “unnötige Buzz-Words” ab.

2. März 2009

WissensWert Blog Carnival Nr.2: Mein letztes eLearning-Erlebnis

War sie freiwillig bzw. selbstorganisiert? Oder eine Maßnahme, zu der Sie jemand eingeladen hat? Was war daran gut? Was war weniger gut? Haben Sie alleine gelernt? Oder zusammen mit anderen? War es das erste Mal? Oder ist E-Learning Teil Ihres Alltag und Ihrer Arbeit? Und vielleicht das Wichtigste: Waren Sie danach schlauer bzw. kompetenter?

Die – für mich – wichtigste Frage hat Jochen Robes im 2. Beitrag zum Blog Carnival am Schluss gestellt: Waren Sie danach schlauer bzw. kompetenter! Die Kernfrage eines jeden Trainings egal ob mit “e” davor oder nicht.

Aber was war mein letztes eLearning Erlebnis? Ich habe an dem Online-Seminar “Web 2.0 for Learning Professionals” teilgenommen . Moderiert von Michele Martin und Harold Jarche wurden in 6 Wochen die Themen Social Networking, Social Bookmarking, Blog, RSS-Feed, Wikis etc. diskutiert. Da die Teilnehmerzahl sich um die 120 bewegte musste frau schon gezielt die Diskussionsgruppen heraussuchen, die zu den eigenen Interessen passten. Es war ein offener Kurs, d. h. jeder konnte daran teilnehmen. Eine persönliche Ansprach durch die Kursleiter war dabei natürlich nicht zu erwarten, aber es gab schnell Feedback von anderen Teilnehmern.

Wie wurde hierbei nun “gelernt”? – Das war der eigentliche Grund für mich daran teilzunehmen.
Gleich zu Beginn des Kurses wurden den Teilnehmern 3 Rollen angeboten:

  • Spectator–Read the articles and forum posts.
  • Joiner/Collector–Read the articles and posts and add any links to resources, etc. you think would be helpful to people, as well as your own thoughts and ideas.
  • Creator–Create a visual, screencast, blog post, etc. related to this topic.

Das bedeutet, ich als Teilnehmerin weiss, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, welchen Nutzen ich aus dem Kurs ziehe. Wähle ich die Rolle des Spectators und lese nur mit, werde ich sicher einen nicht so großen Nutzen herausziehen wie in der Rolle des Creators – aber kann und will ich so viel Zeit investieren?

Auf die Fragen “Was war daran gut?” und “Was war weniger gut?” würde ich die gleiche Antwort geben: “viele TeilnehmerInnen aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Erfahrungen”.

Bin ich nun schlauer oder kompetenter geworden?
Da ich nur zwischen den Rollen Spectator und Joiner/Collector gependelt habe, war es weniger ein Kompetenzzuwachs, sondern eher das Erhalten von neuen Ideen und Impulsen für die eigenen Arbeit. Und das war gut so!