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20. Januar 2007

Didaktik im Virtuellen Seminarraum

2 Mal hat mich in dieser Woche die Frage nach der Didaktik im virtuellen Klassenzimmer eingeholt. Für mich ein Anstoss, den Begriff “Didaktik” einmal unter die Lupe zu nehmen. Didaktik kommt aus dem Griechischen “didáskein = lehren”.

Eintrag in Wikipedia: “Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik und wird von einigen als deren Herzstück bezeichnet. Als “Allgemeine Didaktik” beschäftigt sie sich unabhängig von spezifischen Lerninhalten mit der Gestaltung von Lernangeboten und der Lerntechnik.”

Nach Meyer und Jank kümmert sich Didaktik um die Fragen, 

  • wer
  • was 
  • wann 
  • mit wem
  • wo
  • wie
  • womit
  • warum
  • und wozu

lernen soll.

Weitere Quellen: http://www.didaktik.uni-jena.de/did_01/allg.htm

Also stellt sich bei der Frage nach der “Didaktik im virtuellen Klassenzimmer” die Frage: “Wie gestalte ich das Lehren im VC?” oder “Gibt es besondere Vorgehensweise?”. Ja und Nein!

Ja, weil ich besondere Bedingungen beachten muss und dadurch meine Aktionen entsprechend gestalte (Fragetechnik, keine Vorträge halten, Teilnehmer einbeziehen etc.).

Nein, weil ich viele der Methoden des realen Seminarraums in de VC übertragen kann (in der Regel modifiziert), wie Rollenspiel, Gruppenarbeit, Diskussion, Brainstorming etc.

13. Januar 2007

Positionierung des Live-Online-Lernens

Live-Online-Lernen erinnert sehr an ein Präsenzseminar, da alle Anwesenden miteinander sprechen können. Daraus wird häufig geschlossen, dass Präsenzseminare einfach in den VC verlegt werden können und dies eLearning ist. Rein technisch gesehen ist dies sicherlich korrekt, aber damit werden die Vorteile des eLearning nur in einem schmalen Band genutzt. Es werden Reisekosten und Zeit gespart, aber die Vorteile einer stärkeren Nachhaltigkeit und besseren Lerntransfers bleiben ungenutzt, desgleichen die Einbindung unterschiedlicher Medien zur Ansprache der verschiedenen Lerntypen.

Zur Erläuterung soll uns eine Software-Schulung dienen, die auf 1 Tag ausgelegt ist. Dieses bisher als Präsenzseminar durchgeführte Angebot wird in den VC verlegt. Mit Pausen dazwischen wird den ganzen Tag im VC unterrichtet. Dies fordert nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch die Trainer sehr stark, da die komplette Kommunikation über den Bildschirm und das Headset läuft. Häufige Pausen und Übungsphasen sind hier ein unbedingtes Muss. Vielfach werden, wie bei einem Präsenzunterricht zu viele Informationen gegeben, ohne den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, diese auch verarbeiten zu können.

Sinnvoller erscheint hier ein Konzept, das die Live-Online-Zeit entzerrt, so zum Beispiel eine Vormittagssitzung zur Einführung enthält in welcher eine Aufgabe gegeben wird, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur zweiten Sitzung – am Nachmittag – lösen müssen. Diese Aufgabe wird mit Materialien zum Selbststudium begleitet (Simulation der Software, WBT, Dokumentation etc.). In der zweiten Sitzung am Nachmittag werden Lösungswege besprochen, Fragen behandelt und diskutiert und Themen vertieft. Ergänzend kann die Trainerin bzw. der Trainer während des ganzen Tages im VC erreicht werden, um so auf aktuelle Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen einzugehen.

Eine Live-Online-Sitzung sollte die Vorteile des Live-Online-Lernens aufnehmen und verstärken: direkte verbale Kommunikation, ac-hoc Beantwortung und Diskussion von Fragen, Austausch zwischen den Teilnehmern. Kombiniert mit den Vorteilen des asynchronen Lernens (zeitunabhängigkeit) werden die besten Resultate erzielt.

Ein weiterer Aspekt ist die Frage nach der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Live-Online-Sitzung mit 50 Teilnehmern ist ein Broadcasting, das stark an eine Fernsehsendung erinnert. Es ist eine Ein-Weg-Kommunikation, aber kein miteinander lernen und arbeiten. Sicher hat diese Informationsvermittlung ihre Berechtigung (wie auch eine Vorlesung), aber gelernt wird unter Seminarbedingungen mit ca. 8 Personen.

Der virtuelle Klassenraum ist ein Raum zur Kommunikation, zum Trainieren und Reflektieren. Für eine reine Vorlesung eigentlich zu schade.

10. Januar 2007

Trends etc.

Der Januar ist die Zeit für Trendforscher und Meinungsumfragen. Es werden die Experten ge- und befragt. Eines der Topthemen (zumindest in unserer Branche) ist das Thema Web 2.0 / eLearning 2.0. In Vordergrund des Interesses stehen Weblogs, Wikis und Podcasts.Und hier gehen die Meinungen gehörig auseinander. In der “Training aktuell” vom Dezember fordert Prof. Mandl ein Bildungssystem zu schffen, das kreative und innovative Leistungen stimuliert und das herkömmliche Bildungssystem dazu grundlegend zu reformieren. Frau Prof. Back hält dagegen die Weblogs und Podcasts in der strukturierten Lehre für überbewertet. Elliot Masie sieht (natürlich) das informelle Lernen auf dem Vormarsch.  (weiterlesen…)

4. Januar 2007

Weblogs und informelle Kommunikation

Viele Unternehmen sehen sich in einem Dilemma. Sie müssen ständig ihre Mitarbeiter, Partner, Kunden und Interessenten informieren und schulen. Sie möchten auch, dass ihre Mitarbeiter sich untereinander austauschen, um so das Wissen weiterzugeben und im Unternehmen zu halten. Nun gibt es den Hype um Weblogs, Wikis und all die schöne “Social Software”. Installiert ist ein Blog oder Wiki schnell. Doch dann folgt in der Regel die Ernüchterung. Wo sind die Nutzer? Sind die anscheinend gar nicht so mitteilungsfreudig?

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